Biomechanische Signaturen von Hirntumoren: Multimodale Charakterisierung intratumoraler Heterogenität

Die biomechanischen Eigenschaften von Hirntumoren gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie wichtige Informationen über Tumorbiologie, Invasionsverhalten und Gewebeorganisation liefern können. Allerdings ist bislang nur unzureichend verstanden, wie sich biomechanische Eigenschaften innerhalb eines einzelnen Tumors räumlich unterscheiden, in welchem Zusammenhang sie mit der lokalen Gewebehistologie stehen und ob sie prognostische Informationen liefern. Darüber hinaus ist unklar, inwieweit sich verschiedene Hirntumorentitäten hinsichtlich ihrer biomechanischen Charakteristika unterscheiden.

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Untersuchung der intratumoralen Heterogenität biomechanischer Eigenschaften von Hirntumoren sowie deren Korrelation mit lokalen histologischen Merkmalen. Hierfür werden hochauflösende biomechanische Messungen mittels Brillouin-Mikroskopie mit Multiphotonenmikroskopie sowie histologischen und immunhistologischen Analysen derselben Gewebeareale kombiniert. Dadurch sollen Zusammenhänge zwischen Gewebemechanik, Tumorzellverteilung, extrazellulärer Matrix und weiteren Komponenten der Tumormikroumgebung identifiziert werden. Weiterhin werden die biomechanischen Eigenschaften unterschiedlicher Hirntumorentitäten, insbesondere diffuser Gliome und Hirnmetastasen, vergleichend untersucht. Ziel ist es, tumorspezifische biomechanische Profile zu identifizieren und deren Zusammenhang mit den jeweiligen histopathologischen Charakteristika zu analysieren.

Die Doktorarbeit bietet die Möglichkeit, moderne bildgebende und biophysikalische Methoden mit histologischen Analysen zu verbinden und leistet einen Beitrag zum Verständnis der Bedeutung biomechanischer Eigenschaften für die Biologie von Hirntumoren. Die Betreuung erfolgt in einem interdisziplinären Umfeld durch Forschende aus den Bereichen Neurochirurgie, Biomedizin und Biophysik und ermöglicht den Erwerb sowohl experimenteller als auch translationaler Forschungskompetenzen.

Art der Promotion
experimentell
Forschungssemester notwendig?
ja, zwei Semester
Finanzierung/Anstellung
Nein
Angeschlossen an ein strukturiertes Promotionsprogramm?
Nein
Zeitplan
01.10.26 1 Jahr
Abteilung / Struktureinheit
NCH | Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, MPH | Medizinische Physik
ein Dokument mit weiterführenden Informationen
Keine Datei

Betreuung

Erstbetreuung
weitere Betreuende

Relevante/Repräsentative Publikation mit evtl. Vordaten

Methodik/Aufgaben

Experimentell
Imaging, Sonstige, Patient:innenproben, Histologie Brillouin Mikroskopie, Raman Spektroskopie
klinisch
theoretisch
statistisch

Bewerbung

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Bewerber:innen-Profil
Begeisterung für onkologische Forschungsthemen, Interesse an biophysikalischen Messmethoden und komplexer Datenauswertung, Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit und hohe kommunikative Kompetenz, sehr gute Englisch Kenntnisse, Bereitschaft zwei Urlaubssemester zu nehmen
Benötigte Bewerbungsunterlagen
Motivationsschreiben, Lebenslauf